Filmtipp: The Bang Bang Club

Der Spielfilm von Steven Silver zeigt vier junge Kriegsfotografen, die sich THE BANG BANG CLUB nennen, bei ihrer Arbeit in Südafrika Anfang der 1990er Jahre, also zur Zeit der blutigen Unruhen am Ende der Apartheid.

Einer der vier Protagonisten ist Fotograf Kevin Carter, dargestellt von Taylor Kitsch. Dieser ist für sein “Sudan-Bild” bekannt geworden. Es zeigt ein unter Hunger leidendes Mädchen, das auf dem Weg zur Essensausgabe zusammenbricht. Ein Aasgeier sitzt unweit des Mädchens im Hintergrund. Die New York Times hat das Bild veröffentlicht und 1994 bekam Carter für das Bild auch den begehrten Pulitzer Preis.

Anwesende Journalisten fragten Carter bei der Übergabe des Pulitzer Preises, ob er dem Mädchen nach der Aufnahme des Bildes geholfen habe, woraufhin er mit seiner Antwort ausweicht.
Es gibt unterschiedliche Darstellungen: zum einen habe er den Geier verjagt, zum anderen sei dieser von selbst weggeflogen, so ganz klar wird das nicht. Doch er soll dem Mädchen weder aufgeholfen haben und noch es zu den Eltern bzw. zum nächsten Dorf gebracht haben, wo es Hilfe gegeben hätte. Es wird ihm vorgeworfen, dass er nur seinen eigenen Ruhm im Sinn gehabt habe. Zwei Monate nach der Preisverleihung brachte sich Carter um.

THE BANG BANG CLUB startet ab dem 23.6.2011 in den deutschen Kinos.
In einigen Besprechungen wird dem Film eine Action-Ästhetik vorgeworfen. Mal abwarten und sich ein eigenes Urteil bilden.

Zu Kevin Carter gibt es auch einen Dokumentarfilm von Dan Krauss. Der findet sich hier

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  1. Carla Rosorius sagt:

    sehr interessante Geschichte hinter dem Bild. Das Foto kannte ich, habe mich aber immer schon gefragt, welche Haltung Fotografen in derartigen Situationen einnehmen.

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