Keyplayers#1: Interview mit Peter Bitzer, laif

Peter Bitzer, laif
 

Die Autoren-Agentur laif vertritt mehr als 300 Fotografen und ist in Deutschland Partneragentur von (u.a.) Contrasto, VU, REDUX, Keystone, NOOR. Sie verfügt demnach über einen gesamten Pool von mehr als 5 Millionen Bildern. Peter Bitzer, der Geschäftsführer von laif beantwortet unsere Fragen.

Sie leiten eine der größten Fotoagenturen Deutschlands, wie hat alles überhaupt angefangen?

laif ist 1981 von 6 Kölner Fotografen als gemeinsames Fotografenbüro gegründet worden. 10 Jahre später bin ich als weiterer Partner dazu gekommen, mit der Aufgabe aus laif eine auf dem Markt konkurrenzfähige Bildagentur zu machen.

Woher kommt der Name “laif”?

Die Gründer behaupten, in der WG-Küche, in der laif gegründet wurde, hing ein Plakat für ein “Live” Konzert auf dem “live”, “laif” geschrieben war. Ich will das nicht ganz glauben. Meine heimliche Vermutung ist, dass es sich am “LIFE” Magazine orientiert hat (und so bescheiden waren die Gründer dann doch, alles klein und in deutscher Lautschrift geschrieben und statt Weiss auf Rot Rot auf Weiss genommen zu haben). Aber das ist nur meine Vermutung.

 

                

Die Fotoagenturen müssen sich heute mit neuen Markt-Bedingungen und Distribution-Möglichkeiten auseinandersetzen, was hat sich im laifs Tagesgeschäft  der letzten 10 Jahre am stärksten verändert?

Es müssen (und auf Grund des Wechsels von analog zu digital können auch) ein Vielfaches an Bilder täglich bewegt werden. Der Konkurrenzkampf darum, Bilder in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, Geschäftsberichten u.v.m zu platzieren, ist enorm gestiegen. Und der Durchschnittspreis pro Bild ist kräftig gesunken.

 

 

Was macht für Sie ein gutes Foto aus?

Es muss mich berühren. Das kann es auf ganz unterschiedliche Weise tun. Wichtig für mich persönlich ist auch, dass es mir einen authentischen Eindruck in ein wichtiges Zeitthema gibt, zu dem ich sonst nur schwer Zugang habe.

LAIF bietet, mit einem breiten Programm von Workshops, Fotografen die Möglichkeit eine Weiterbildung zu machen—Grant Writing with Donald Weber, Reportage mit Jan Grarup, Portrait mit Anatole Kotte, ein Photobook Masterclass und Technische Fortbildung—Wie entwickelt sich Ihrer Meinung nach der Beruf des Fotografen in den nächsten 10 Jahren weiter?

Ich glaube, er wird vor allem freier werden. Ein guter Fotograf wird noch stärker einem guten Schriftsteller, einem guten Musiker ähneln. Und damit noch stärker außen und innen verbinden.

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