Blattkritik #45: National Geographic Oktober 2013

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Die National Geographic feiert ihr 125-jähriges Jubiläum mit einer Ausgabe, die der Macht der Bilder gewidmet ist. Ganz der Fotoreportrage verschrieben, hat die Fotografie in diesem Magazin schon immer einen außerordentlich hohen Stellenwert gehabt. Das Heft ist unterteilt in die unterschiedlichen Eigenschaften, die dem Medium zugeschrieben werden: von den Tier- und Landschaftsaufnahmen, die „bezaubern“, bis hin zu den Bildern von Kindersoldaten und unmenschlichen Arbeitsbedingungen in den Goldminen des Kongos, die „bezeugen“. In der Kategorie „erzählen“ sind Fotografien von David Guttenfelder aus Nordkorea zu sehen. Im Sinne der klassischen Fotoreportage fühlt er sich verantwortlich, mit seinen Bildern Geschichten aus einem Land zu erzählen, die sonst nicht gezeigt werden würden.

Seit 2012 hat Associated Press ein Büro in der Hauptstadt Pjöngjang und Guttenfelder ist mehrfach in das abgeschottete Land gereist. Er kann sich nicht frei bewegen und wird stets von Aufpassern bewacht, die ihn zu ausgesuchten Orten, Fabriken und landwirtschaftliche Genossenschaften sowie politischen Kundgebungen führen. Obwohl die Frage nach dem „wahren Leben“ hinter den Fassaden oft unbeantwortet bleibt, findet Guttenfelder doch eine Antwort: bei den Menschen, die ja trotz der Inszenierung echt sind. Über die Macht der Bilder spricht er in diesem Interview.

Chefredakteur: Dr. Erwin Brunner
Art Director: Stefanie Dallach
Bildredakteurin: Kathrin Müller
Fotografien: David Guttenfelder
Autor: Tim Sullivan

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