Blattkritik #71: SZ-Magazin – Kriegsspiele

SZ-Magazin_25.2014_01

Es hat schon etwas Unbehagliches, wenn man sich im letzen SZ-Magazin die Geschichte zu einem elfjährigen, hochbegabten, dennoch sozial isolierten Jungen, der sich mittels Armeespiele eine Art psychische Stabilität um sich herum aufbaut, anschaut. Es fällt schwer keinen Vergleich zu Amokbildern zu ziehen. Doch ganz so ist es nicht. Die Bilder zeigen ihn inmitten einer friedlichen, deutschen Wohnsiedlung spielend. Die anderen Kindern akzeptieren ihn auf einmal mehr und er wird insgesamt sozial kompatibeler, sodass seine Eltern ihn in seinem Spiel unterstützen und hoffen, durch die Veröffentlichung seiner Geschichte, mehr Akzeptanz bei der sich verunsichert fühlenden Nachbarschaft zu finden. Peter de Krom musste ebenfalls Soldat spielen, als er ihn beim Soldatenspiel einen Tag lang fotografierte.

 

Fotos: Peter de Krom
Autor: Lorenz Wagner
Bildredaktion: Mitarbeit: Jakob Feigl, Ralf Zimmermann
Chefredakteuer: Michael Ebert, Timm Klotzek
Art Director: Thomas Kartsolis

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